Geschichtliches

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1950 wurde die erste 20-STUNDEN-WETTFAHRT in der Müggelspree gestartet. Dort, vor dem Gelände des ehemaligen Clubhauses des Yachtclub Müggelsee-Seglerheim (YCM-S), lag auch die Wendemarke für die im Verlauf der Wettfahrt zu segelnden Runden. Ab 1956 wurden Start und Wendemarken auf den Müggelsee verlegt. Der Veranstalter (SGM/TGM), aus dem YCM-S hervorgegangen, war auf das Regattagelände am Müggelsee umgezogen, dorthin, wo heute die Seglergemeinschaft am Müggelsee die Tradition fortsetzt. Heute wie damals ist das Ziel der Wettfahrt, in 20 Stunden eine möglichst große Zahl von Runden auf einem Dreieckskurs abzusegeln.

Durchhalten ist gefragt, bei viel oder wenig Wind, in kühler Nacht oder auch bei Regen. Selbst gewaltige Mückeninvasionen mussten schon bestanden werden. Jede der 49 vergangenen Wettfahrten hatte ein eigenes, insbesondere durch die Wetterverhältnisse bestimmtes Profil. Durchhalten ist auch gefragt, wenn am Sonntag kurz vor dem Ziel der Wind einschläft. Das Reglement sieht für diesen Fall vor, dass alle Boote, die sich bis zum Ende der Wettfahrt ernsthaft bemüht haben, gewertet werden, auch wenn die keinen Zieldurchgang hatten.

Mehrere Generationen von Seglen haben in diesen 50 Jahren an den Wettfahrten teilgenommen. Viele von ihnen waren fast jedes Jahr dabei. Die Wettfahrt hat, was die Teilnehmeranzahl anbelangt, Höhen und Tiefen durchgemacht.
170 Teilnehmer waren es im Jahre 1981. Diese Zahl ging dann stetig zurück. 1989 waren es zur 40. Wettfahrt 99 Teilnehmer. Nach dem Fall der Berliner Mauer hatten viele Segler auch andere Probleme zu lösen - 1991 waren es nur noch 45 Teilnehmer. Seitdem ist die Teilnehmerzahl erneut stetig gewachsen.

In den letzten Jahren hat sich das Profil der Wettfahrt hinsichtlich der teilnehmenden Boote und der Wertung gewandelt. Bis 1989 wurden neben den tradionellen Jollenkreuzern R, P, SR und C die Kielboote nach der IOP- und der KR-Vermessung gewertet, wobei die Jollenkreuzer eindeutig in der Überzahl waren. In den Anfangsjahren starteten sogar noch Jollen! 1990 wurde auf die Yardstick-Formel umgestellt. In den letzten Jahren waren die Kielboote in der Überzahl, da immer mehr Segler, angeregt durch die neuen Reisemöglichkeiten, auf seegängige Boote umgestiegen sind. traditionell kommen die Teilnehmer aus den Berliner Wettfahrtbezirken Zeuthen, Dahme und Müggel, auch aus dem Bundesland Brandenburg. Der nach 1989 erwartete Zustrom von Teilnehmern aus den westlichen Berliner Wettfahrtbezirken ist bisher leider ausgeblieben.

Über die 20-Stunden-Wettfahrt kann man durch Lesen eines noch so langen Artikels wenig erfahren, man muss sie erleben. Überwinden Sie sich, machen Sie mit und lassen Sie sich von der besonderen Mischung aus ernsthaften Wettsegeln, Freizeitspaß und Naturgenuss einfangen. Kehren auch Sie nach 20 Stunden wieder zurück an Land, todmüde aber zufrieden damit, dass Sie es sich bewiesen haben:
"Man kann sich aus dem Alltagstrott befreien und Ungewöhnliches vollbringen".



Chronik des Veranstalters:

Zeitraum: Vereinsname: Wettfahrtleiter:
1950-1957 SGM/TGM Paul Pusch
1958-1967 BSG-A'hof Kurt Lange
1968 BSG-A'hof Manfred Gerlach
1969-1980 BSG-A'hof Klaus Cobien
1981-1990 BSG-A'hof Dr. Thomas Siedel
1991-2002 SGaM Dr. THomas Siedel
2003-jetzt SGaM Carsten Glitzki


Wettfahrtstatistik

Jahr: Anzahl der Jachten:
2016 37
2015 18
2014 37
2013 31
2012 33
2011 43
2010 52
2009 88
2008 57
2007 55
2006 46
2005 60
2004 62
2003 78
2002 79
2001 65
2000 87
1999 118
1990 60
1980 163
1970 91
1960 35
1950 12

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