EurILCA MASTER BELGIUM CUP & OPEN BELGIAN ILCA MASTER CHAMPIONSHIP ILCA 7 - 6 – 4, 21st to 23rd May, 2022

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EurILCA MASTER BELGIUM CUP & OPEN BELGIAN ILCA MASTER CHAMPIONSHIP ILCA 7 - 6 – 4, 21st to 23rd May, 2022
Regatten
10.06.2022 Ich freute mich sehr auf die Euromaster Wettfahrten vor Ostende, weil es für mich die erste Wettfahrtserie in diesem Jahr war und es mich immer begeistert auf dem Meer zu segeln.
Eine weitere Herausforderung war die Tide, die dort mit bis zu 1,6 Knoten läuft, was bei einem Laser dessen Rumpfgeschwindigkeit 4.7 Knoten beträgt, relativ viel ist. Das war für mich neu und ich verbrachte einige Zeit, die von der Wettfahrtleitung zur Verfügung gestellte Tidenkarte zu entschlüsseln.
Noch ein Wort zum Format: Die Euromaster Serie ist für Laser (inzwischen ILCA) Segler *innen von 30 Jahren aufwärts. Jedes Land trägt eine Masterschaft aus und einige Segler*innen tingeln die ganze Saison von Event zu Event. Zu den belgischen Masters traten hauptsächlich Segler*innen aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland an. Ich segelte in der Klasse ILCA 6 (früher Laser Radial).

Die 8 Wettfahrten wurden bei 9-18 Knoten Wind und erst mal bei strahlendem Sonnenschein abgehalten.
Da man sich im Laser sowieso die meiste Zeit „im Wasser“ befindet, spielte es keine große Rolle, dass es am letzten Wettfahrttag in Strömen regnete. Nur mein liebes Onshore-Team (Ursula & Freunde aus Brüssel) musste darunter leiden.
Mit den Plätzen 10, 6, (17), 11, 9, 11, 8, 9 von 24 gestarteten, bewegten sich meine Resultate konsequent im Mittelfeld. Die

Starttechnik entweder gegen oder mit dem Strom schaute ich von den ILCA 7 ab, die vor uns starteten. Gegen den Strom einfach angreifen und gefühlt viel zu früh anziehen und mit dem Strom so spät wie möglich an die Linie, war die Devise.
Bei bevorteiltem Pin-End war das Chaos gegen die Strömung nicht zu vermeiden, weil die leewärtigen Boote vom Strom in die Tonne gedrückt wurden und die luvwärtigen mit Wegerecht den auf Steuerbordbug gewendeten Booten nicht ausweichen wollten.
„Water to tack“ (Raum zur Wende) ist der erlösende Ruf angesichts drohender Kollisionen, der mir leider erst nach der Wettfahrt einfiel. Als Großstadt-See-Segler war die steile Welle gewöhnungsbedürftig.
Alle Konzentration war darauf gerichtet nicht in eine Welle zu klatschen, denn dann wurde das Cockpit zur Badewanne und das Boot langsam. Auf einer Kreuz segelte ich auf die linke Seite und erwischte einen Linksdreher, gefühlt 15°, der mich auf direktem Weg zu Luvtonne führte und - zumindest für den Augenblick – ziemlich weit nach vorne. Auch hier verstand ich erst nach der Wettfahrt, dass es nur ein kleiner Dreher war, der dazu führte dass die Strömung mich zur Luvtonne hoch drückte, statt von der Luvtonne weg. Die drei Wettfahrten pro Tag bei ordentlich Wind waren so anstrengend, dass solche Feinheiten auch mal auf der Strecke blieben und es mehr ums Ankommen und Durchhalten ging.
Die volle Konzentration auf die Segeltechnik, führte dazu das Strategie und Taktik etwas in den Hintergrund traten.
Insgesamt waren die Bedingungen großartig. Ich glaube, ich habe noch nie eine so gute Wettfahrtleitung erlebt: Wir wurden nur bei Wind raus geschickt, die Kurse lagen einwandfrei und die Starts wurden zügig durchgezogen. Für mich war es eine tolle Erfahrung und ich möchte im nächsten Jahr unbedingt wieder dabei sein.

Georg

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