Fahrtensegeln/Fahrtenwettbewerb 2015

Bericht zu den Fahrtenwettbewerben des Berliner Seglerverbands in 2015

Zur Saison 2015 haben Sportfreunde der SGaM wieder an den Ausschreibungen des Berliner Seglerverbands zum Fahrtenwettbewerb sowohl Binnen als auch Buten teilgenommen. Die Teilnahme am kumulativen Fahrtenwettbewerb entsprach in etwa der Teilnahme im vergangenen Jahr. Zu den Wettbewerben im Bereich See wurde eine Reise eingereicht.

So wurden im Bereich Binnen 14 Fahrtenbücher mit insgesamt 23 Teilnehmern an den Fahrtenobmann übergeben. Die Auswertung der Bordbücher ergab eine Spanne von 110 Punkten bis zu 1438 Punkten. Zur Abrechnung wurden minimal 10 und maximal 50 Bordtage berücksichtigt.
Es erreichten 9 Teilnehmer eine Punktzahl bis unter 500, 12 Teilnehmer mit einer Punktzahl zwischen 500 und unter 1000 sowie 2 Teilnehmer mit mehr als 1000 Punkten. Wie bereits im letzten Jahr konnten damit unsere Sportfreunde Jörg Gloede mit 1438 Punkten und Jürgen Kuhring mit 1085 Punkten die Tausendermarke überwinden und erhalten somit einen Fahrtenwimpel des Berliner Seglerverbands für 2015.
Der Punktbeste, Sportfreund Jörg Gloede, wird mit einer Plakette auf unserer Fahrtenseglertafel geehrt.
Alle Teilnehmer erhalten als Anerkennung für ihre Teilnahme eine Urkunde.

An den Ausschreibungen für Seereviere hatten die Sportfreunde Elisabeth Reese und Peter Westphal teilgenommen. Für ihre Reise „Stettiner Bucht rund – Swinemünde (PL), Kolberg (PL), Bornholm (DK), Sassnitz (Rügen), Swinemünde (PL)“ erhielten sie unter der Ausschreibung „Küste“ eine Auszeichnung in Silber.

Langfahrt Binnen zum Schweriner See

Diese vom Sportfreund Stefan Gall eingereichte Langfahrt führt, über einen längeren Zeitraum mit vielen Abstechern in die Umgebung der Mecklenburger Kleinseen, in Abschnitten nach Schwerin. Durchgeführt wurde diese Fahrt im Wesentlichen unter Maschine, der Segelanteil ist relativ gering. Der erste Abschnitt dieser Reise bringt BÖSE BETTY, mit Abstechern nach Templin, Lychen und Wesenberg, bis Rheinsberg. Es folgen an Wochenenden weitere Fahrten in die Umgebung. Zunächst nach Neustrelitz und Umgebung, dann zurück nach Rheinsberg. Der zweite Abschnitt führt über Rechlin, Segeln auf der Müritz, nach Schwerin. Dort folgen drei Segeltage auf dem Schweriner See. Auf dem Rückweg folgen zwei weitere Segeltage auf der Müritz. Am Ende dieses Abschnitts bleibt BÖSE BETTY in Mirow zurück. An den folgenden Wochenenden geht’s mit wöchentlichen Zwischenstopps in Fürstenberg und Oranienburg zurück zur SGaM.

Reisetage der Langfahrt gemäß Ausschreibung 25, Gesamtstrecke der Langfahrt 930 km, davon 91 km gesegelt.

Regatta Rund Fünen ("Silver Rudder")

Sportfreund Frank Eckardt überführt vom 17.09. bis 18.09.2014 einhand seinen Mini mit Zwischenstopp in Lohals nach Svendborg. Dort Start am 19.09. zum „Silver Rudder“ solo Rund Fünen. Nach zwei Tagen hat er Fünen gerundet und war damit am 21.09. einer der wenigen Teilnehmer, die nicht wg. Flaute aufgegeben hatten. Noch am selben Tag überführt er seinen Mini zurück nach Kühlungsborn. Auf seiner web-site www.berlin-ocean-racing.com ist diese Regatta gut dokumentiert.

Reisetage 5, Gesamtstrecke 305 sm unter Segel!

Fahrtenwettbewerb See sowie Hochsee

In den Bereichen See und Hochsee hatten jeweils ein 1 Sportfreund ihr Logbuch eingereicht.

Sportfreund Frank Eckardt hatte eine Ostseefahrt, 8 Tage nonstop und einhand, von Stralsund bis kurz vor Hanko auf seinem Mini als Qualifier zum Transat für den Bereich See eingereicht. Für die sehr sportliche Fahrt erhielt er die Auszeichnung Bereich See: Gold!

Hierzu aus den Laudationes des Fahrtenobmanns im Berliner Seglerverband, Peter Steinberg:

Frank Eckardt, Seglergemeinschaft am Müggelsee; mit seiner Yacht „Momo", einem Mini Nacira 6,5 m, einhand unterwegs. Von Stralsund nonstop bis zum Wendepunkt, die Tonne Ajax vor Hanko im finnischen Meerbusen und nach Sassnitz zurück. In 8 Tage hat er 1100 sm zurück gelegt; das ergibt ein durchschnittliches Etmal von 137,5 sm. (Maximal-Geschwindigkeit schon mal 19,7 Knoten). Nein, angelegt hat er nirgends, obwohl ihm auch einiges bei dem harten Ritt um die Ohren geflogen ist. Es wurde alles an Bord repariert. Ach ja, als Abmagerungskur ist so eine Reise auch zu empfehlen, 6 kg hat er verloren. Und warum das alles? Es ist ein Qualify für ein Transat-Rennen. Man muss für diese Teilnahme vorab nachweisen, dass man segeln kann. Das Schiff hat keinen Motor. Der Strom wird mit einer Methanol-Zelle erzeugt. Das Wetter in Form von Gribfiles kommt täglich über Handyfunk. Eine sehr sportliche Leistung.

Sportfreund Bernd Borowski hatte eine Überführungsfahrt über den Atlantik im Bereich Hochsee eingereicht. Für diese anspruchsvolle Fahrt erhielt er die Auszeichnung Bereich Hochsee: Gold!

Hierzu ebenfalls aus den Laudationes des Fahrtenobmanns im Berliner Seglerverband, Peter Steinberg:

Bernd Borowski, Segelgemeinschaft am Müggelsee, überführt mit einer vierköpfigen Chartermannschaft eine Bavaria 50 von Martinique zu den Azoren und hat mit den typischen Schwierigkeiten bei Charterbooten und Mannschaft zu kämpfen. Elektrische Verbraucher, die nicht angezeigt werden; aber die Batterien entleeren. Dieseltankanzeige, Windmesser und Bugstrahlruder funktionieren nicht; hoher Wasserverbrauch der Mannschaft. (Zum Glück gibt es noch Wasservorrat in Flaschen). Auch von Seekrankheit und Hexenschuss werden zwei Crew-Mitglieder erwischt. Mitten auf dem Atlantik taucht dicht neben ihnen ein russisches U-Boot auf. Sie werden neugierig beäugt. Nach kurzem Funkverkehr wird ihnen mittels einer Wurfleine Wodka und Beluga-Kaviar herüber gereicht. Trotz zahlreicher Flauten und unzuverlässiger Wetterberichte erreichen sie pünktlich den Hafen Ponta Delgada auf St. Miguel, Azoren. Wir erfahren übrigens auch, wie man Bettwäsche bei einem Atlantiktörn wechselt: Von vorn nach hinten und von rechts nach links – ergibt maximal frische Bettwäsche!

Seemeilencup

Neben den Teilnahmen am kumulativen Fahrtenwettbewerb 2014 und den Fahrtenwettbewerben See sowie Hochsee kann für diese Saison noch ein weiterer Erfolg der SGaM verbucht werden. Erstmalig konnte unser Verein einen Platz im Seemeilencup erzielen. Hierzu werden die drei weitesten Seereisen eines Vereins zusammengefaßt und die dabei addierten Seemeilen gewertet. Mit insgesamt ersegelten 4142 sm konnte die SGaM unter 10 konkurrierenden Vereinen den 3. Platz belegen!

Ergebnis

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